Mittwoch, 20. August 2014

MOTHER: MÄRCHENHOTEL ZUR BLEICHE

Ich habe lange nichts geschrieben hier, aber es war einfach zu viel los. Dafür konnte ich mich jetzt allerdings eine Woche entspannen, erholen, entschleunigen. Im märchenhaften Spreewald im sagenhaften Hotel „Zur Bleiche“. Ich mag ja außergewöhnliche Hotels und von diesem habe ich über Leute erfahren, die ich in einem schönen Hotel in Österreich kennen gelernt hatte und die von der „Bleiche“ geschwärmt hatten. Diesen Sommer stand eine mögliche Reise nach LA an, was aber doch leider nicht geklappt hat….wieder Stress…. Also hab ich mich spontan für Urlaubstage in Deutschland entschlossen und nicht bereut.






Von Anfang an herzliche Mitarbeiter, die immer lächeln und versuchen, einen jeden Wunsch zu erfüllen. Eigentlich hatte ich ein kleines Zimmer gebucht, weil der Aufenthalt nicht billig ist und man ja nur nachts auf dem Zimmer ist. Als die nette Mitarbeiterin uns das Zimmer zeigte, stellte sich heraus, dass wir ein Upgrade bekommen hatten. Juchuhhhh! (Könnte aber auch sein, dass man uns verwechselt hat, weil am ersten Abend ein Sektkübel samt Sektflasche, frischen Weintrauben und Ananas auf unserem Zimmer stand mit einem Begleitschreiben „Schön, dass Sie WIEDER hier sind“, obwohl wir noch nie dort gewesen sind).

Es gibt viel zu entdecken. Die Häuser sind verwinkelt miteinander verbunden. Das großflächige Gelände(eigener Hubschrauberlandeplatz!) lud sofort zum ausgiebigen Erkunden ein. Viele kleine und große Gebäude, alle mit einladenden, offenen Türen. Ganz besonders entzückt war ich vom Teehaus, in dem man sich im Samowar kostenlos Tee zubereiten konnte, wo man im asiatischen Stil unter Grünpflanzen sitzen konnte und sich zum Beispiel eins der vielen schönen Bücher durchblättern konnte. Auf dem gesamten Hotelgelände sind über 6000 Bücher verteilt. Die meisten davon findet man in der eigenen Bibliothek auf der Empore, aber ganz viele sind auch auf den Zimmern und den Aufenthaltsräumen.  Auf der Empore hat man dann auch die Möglichkeit einen PS zu nutzen, denn das eigene Handy nützt dort wenig, weil es kein W-Lan gibt und überhaupt sehr selten Empfang. Aber das ist eigentlich sehr schön, da es auch zur Entspannung dient. Man muss nicht andauernd gucken, ob man vielleicht was verpasst in der Welt. Man verpasst nichts!! Und nach kurzer Zeit weiß man sogar gar nicht mehr, welcher Tag überhaupt ist….
Vielleicht tragen die vielen Heimchen auch zu heimeligen Atmosphäre bei: Zunächst dachte ich, ein Heimchen hätte sich in unser Zimmer verirrt, aber schon bald bemerkte ich, dass diese sich im ganzen Haus wohl fühlen und das Zirpen erinnert an schöne, heiße Sommerabende im Süden.

Für mich als „Alter Udo-Fan“ ganz besonders schön: Ein Original Likörell von Udo Lindenberg hängt an einer Wand. Mit Widmung und Dankeschön an Familie Clausing, den Inhabern.

Dass die „Bleiche“ hohe Zimmerpreise hat, liegt auch an dem guten Essen:
Gefrühstückt wird morgens im „Grünen Gewölbe“. Was heißt  „morgens“- in der „Bleiche“ besteht die Möglichkeit, den ganzen Tag über zu frühstücken. Also auch hier muss man sich nicht abhetzen, weil man bis 10 Uhr bei Frühstück gewesen sein muss. Das „Grüne Gewölbe“ heißt so, weil hier derselbe Marmor auf dem Boden liegt, wie im Grünen Gewölbe in Dresden. Von diesem herrlichen Raum hat man durch bodentiefe Fenster einen wunderbaren Blick auf den Außenbereich mit viel Grün und dem eigenen Anlegeplatz für die Kanus und Spreewaldkähne.

Abends wird man in den verschiedenen Essbereichen untergebracht. Jeder ist anders eingerichtet und jeder auf seine Art schön.  Bei gutem Wetter kann man auch draußen, hinter der „Fischerstube“ sein 5-Gänge-Menü genießen. Die ersten Gänge kann man sich selbst am Buffet zusammenstellen und da stand zum Beispiel plötzlich Tom Tykwer neben mir.

Nicht vergessen darf ich natürlich  die „Landtherme“, der riesige Spa-Bereich. Eigentlich hatte ich nur eine Dr. Hauschka Gesichtsbehandlung gebucht, aber da diese so toll war, hab ich dann doch an jeden Tag irgendeine Anwendung ausprobiert.

Ansonsten: Viel Fahrrad gefahren, Kanu und auch eine obligatorische Fahrt mit dem Spreewaldkahn und natürlich leckere Spreewaldgurken gegessen.

KLEID - &OTHERSTORIES, KETTE - ZARA

Und da ich mich so gut erholt habe, darf man heute auf den Fotos auch mal mein Gesicht sehen J

PS: Fall jemand in nächster Zeit heiraten möchte: Auch das kann man in der „Bleiche“ tun. Ich konnte eine Hochzeit beobachten. Sie fand in einem Teil des großen Gartens statt. Stühle mit blütenweißen Hussen und viel Blumenschmuck machten das „Trauzimmer“ zu etwas ganz besonderem. Die Braut wurde mit ihrem Vater zusammen per Spreewaldkahn direkt zum Hotelanlieger gebracht, während die Hochzeitsgesellschaft unter schattigen Laubbaumen saßen. Das sah wirklich filmmäßig aus. 


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