Mittwoch, 26. Februar 2014

DAUGHTER: FASTENTAGEBUCH - LETZTER FASTENTAG

Meine Fastenwochenmalzeiten - eingekauft im denn's Biomarkt und im Reformhaus

Es ist fast geschafft!! Morgen früh sage ich Adé zum ausschließlich Saft- Wasser- und Teeschlürfen und freue mich auf's Fastenbrechen (engl. break fast - war mir vorher nie bewusst!). Und neben der Vorfreude überwältigt mich die Erkenntnis, dass ich es tatsächlich geschafft habe: ich habe 5 Tage lang nichts gegessen und mich nur flüssig ernährt. Wow. Vorher wartete ich nur so auf das nächste Essen, meine Laune war abhängig von meinen Mahlzeiten und ich war umgeben von Knabbereien, konnte mir nicht mal vorstellen, wie Leute nach 18 Uhr nichts mehr essen wollen.

Nach dem Einkaufen für die 5 Fastentage stand ich vor den Einkäufen und dachte: "DAS soll alles sein? Ein paar Flaschen Saft, Tee und Wasser? Wie soll ich davon satt werden?" Der Speiseplan für jeden Tag sah wie folgt aus: Morgens zwei Tassen Kräutertee, mittags selbstgemachte Gemüsebrühe, Nachmittags zwei Tassen Früchtetee und abends 250ml verdünnter, ungezuckerter Obstsaft. Dazu möglichst viel trinken (ca. 2-3l). Zusätzlich je nach Bedarf Buttermilch oder Sauerkrautsaft zur Verdauungsstimulierung. Jeder Schluck wird etwas länger im Mund behalten und genossen. Nach einem Tag hatte ich allerdings genug von Gemüsebrühe und ich ersetzte sie auch durch verdünnten Obstsaft - eine möglichst große Abwechslung macht da am meisten Spaß.
Meine treuesten Begleiter in den letzten 6 Tagen: Der GU Fastenratgeber und vieeel stilles Mineralwasser
Und tatsächlich: Ich hatte eigentlich nie Hunger. Der Saft genügt vollkommen. Am zweiten Fastentag dachte ich nach der morgentlichen Buttermilch jedoch, ich muss abbrechen. Das bisschen Buttermilch lag mir so im Magen, dass mir kotzübel war und ich konnte mich für ein paar Stunden nur hinlegen. Zum Glück überwund ich diese Fastenkrise aber schnell und lernte daraus: nicht zu viel Buttermilch und die nicht zu schnell auf einmal, lieber nur ein halbes Gläschen mit etwas Wasser verdünnen und langsam löffeln.

Nebeneffekte wie Mund- oder Schweißgeruch hatte ich eigentlich nicht. Mir war nur manchmal kalt, aber dagegen hilft ja bekanntlich mehr Kleidung oder eine Wärmflasche. Berufstätigen würde ich empfehlen, die ersten zwei Fastentage auf jeden Fall auf das Wochenende zu legen, weil man da schon etwas schwächer und müder ist. Ab dem dritten Fastentag denkt man aber, man könnte für immer weiterfasten - man ist super drauf, total konzentriert, gar nicht müde und kann sogar Sport machen. Bewegung in dieser Zeit ist auch sehr wichtig, da man sonst mehr Muskeln als Fett (=Schlacke) verliert.

Am 1. Aufbautag wird zum Frühstück ("break fast") mit einem reifen Bio-Apfel das Fasten gebrochen.
Für mich war das Fasten eine absolut positive Erfahrung und ich bin jetzt sehr stolz auf mich, es trotz kleiner Krisen durchgezogen zu haben. Ich bin gespannt auf die Aufbautage (zugegeben: ich hatte teilweise schon Burger- und Pizzatagträume!) und wie sich mein Körper verändert hat. Fasten beugt vielen Krankheiten vor, entschlackt, ist Kosmetik von innen und ich würde das selbstständige Fasten jedem, der gesundheitlich fasten darf, empfehlen.

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